Wahlen in Wetter – Das sagen die Kandidatinnen und Kandidaten zu den Themen Alternative Mobilität, Nahversorgung und Fahrradtourismus
Am 4. Februar wählt Wetter die neue Bürgermeisterin oder den neuen Bürgermeister.
Wir haben die Kandidatinnen und Kandidaten zu einzelnen Themen aus unseren Handlungsfeldern befragt.
Die Fragen waren eher abstrakt gehalten um genügend Interpretationsspielraum zu lassen.
Dieser wurde auch genutzt und somit geben die Antworten durchaus Aufschluss über die grundsätzliche Haltung.
Das wollten wir wissen:
Was verstehen Sie unter Nahversorgung?
Wie bewerten Sie die Aufenthaltsqualität im Kernstadtbereich Wetter?
Was denken Sie, welchen Nutzen kann ein durchgängiges sicheres Radverkehrsnetz für Wetter haben und wo sehen Sie Lücken und Handlungsbedarf beim Netzausbau?
Was kann die Stadtverwaltung ihres Erachtens sonst noch für die Förderung des Radverkehrs tun?
Wo sehen Sie Wetter im Bezug auf das touristische Potential im Bereich Radfahren und wie kann dies ausgeschöpft werden?
Welche Vorteile bringt es Ihrer Meinung nach, kurze Wege bis 5 km mit dem Fahrrad anstatt mit dem PKW zu erledigen?
Stichwort „Ausbau des ÖPNV“. Was sind für Sie die drängendsten Handlungsbedarfe?
Fahren Sie selbst mit dem Fahrrad?
Nutzen Sie selbst den öffentlichen Personennahverkehr?
Die Antworten aller Personen zu jeweils einem Thema bekommt ihr durch Klick auf die Fragen oben.
Es lohnt sich jedoch auch, die Antworten auf alle Fragen am Stück zu lesen. Die grundsätzliche Einstellung zum Themenkomplex wird dann besonders deutlich. Daher findet ihr hier die kompletten Antworten pro Person:
Marion Eich: Unter einer guten Nahversorgung in Wetter verstehe ich, dass die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit haben, eine breite Vielfalt der Dinge des alltäglichen Bedarfs, Dienstleistungen der Gewerbetreibenden, eine medizinische
Versorgung, sowie kulturelle Veranstaltungen vor Ort durch eine gute
infrastrukturelle Anbindung im öffentlichen Nahverkehr, den Einsatz eines
städtischen Bürgerbusses bzw. über das Fahrradwegenetz von den außerhalb
der Kernstadt Wetter liegenden Stadtteilen erreichen zu können, wenn sie über
keine Mobilität im Sinne eines Kraftfahrzeuges verfügen.
Julia Läßig: Unter „Nahversorgung im engeren Sinne“ verstehe ich vor allem die
Versorgung mit Lebensmitteln, und „nah“ ist, was fußläufig zu erreichen ist“.
„Nahversorgung im weiteren Sinne“ gehört ein „(umfassendes) Angebot an
Waren und öffentlichen und privaten Dienstleistungen (Tankstelle, Bäcker,
Bank, Post, Gastronomie, Schule, medizinische Versorgung, Kino, Schwimmbad, Sauna… Aber auch schnelles Internet und flächendeckender Mobilfunk – und eben auch ein Anschluss an den ÖPNV mindestens einmal in der Stunde hin zu
einer Stadt, die eine Anbindung an einen ICE hat.
Uwe Zentner: Die Beschaffung von Waren und Gütern im lokalen Umfeld für den täglichen Bedarf.
Hier sind wir in Wetter durch „Wetters neue Mitte“ sehr gut aufgestellt, sodass die
Grundbedürfnisse an Lebensmittel, Drogerieartikeln, einer Postfiliale, Bäcker- und Metzgereien, alternative Bekleidungsgeschäfte sowie Arzthäusern abgedeckt ist.
Allerdings gibt es hier noch einige Geschäfte, die wieder in Wetter angesiedelt werden sollten, um die Auswertige Kundschaft wieder nach Wetter zu holen.
Matthias Gnau: Unter Nahversorgung verstehe die Sicherstellung der Verfügbarkeit wesentlicher
Dienstleistungen und Waren des täglichen Bedarfs in unmittelbarer Nähe zu den Wohnorten der Bürgerinnen und Bürger. Dazu gehören aus meiner Sicht Lebensmittelgeschäfte,
Apotheken, medizinische Versorgung, Bildungseinrichtungen und Postdienste. Diese sind ein wesentlicher Faktor für Lebensqualität in unserer Stadt. Als Bürgermeisterkandidat sehe ich es als meine Aufgabe mich für den Erhalt und die weitere Förderung guter Lebensbedingungen einzusetzen. Daher gehören u.a. die Sicherung der
Gesundheitsversorgung sowie der Einkaufsmöglichkeiten zu meinem Wahlprogramm. Auch führen kurze Wege zur Reduzierung von überörtlichem Verkehr und somit Umweltbelastungen. Mir ist bewusst, dass sich dies nicht in allen zehn Stadtteilen realisieren lässt bzw. derzeit primär auf die Kernstadt konzentriert. Insbesondere für die ortsnahe Versorgung mit Lebensmitteln bin ich aber offen für neue und innovative Möglichkeiten.
Sven Schmidt: Unter Nahversorgung verstehe ich, lokale Produkte zu fördern und kurze Wege für die Grundversorgung zu gewährleisten. Wenn ich beispielsweise in meinem Heimatort vom Landwirt direkt ab Hof mein Rindfleisch kaufen oder im Eierautomat meine Eier und Milch holen kann. Dies stärkt nicht nur die regionale Wirtschaft und die regionalen Erzeuger, sondern unterstützt auch die nachhaltige Entwicklung, indem Transportwege minimiert werden. Am direktesten kommt es aber für mich zumindest in den Sommer- und Herbstmonaten aus meinem kleinen Gemüsegarten, der mir ein paar Wochen im Jahr einen Grundbedarf an Gemüse, Kräuter und Salat liefert oder von den zahlreichen öffentlichen Streuobstwiesen, die aus meiner Sicht noch zu wenig für den Eigenbedarf genutzt werden. Natürlich deckt das nur ein Bruchteil der Grundversorgung ab, so dass ebenfalls die Supermarktversorgung zur Wahrheit in der aktuellen Nahversorgung nach wie vor ein wichtiger Teil in der Kommune Wetter ist. Hier sind wir aber aus meiner Sicht gut aufgestellt.
Sven Schmidt: Die aktuelle Aufenthaltsqualität im Kernstadtbereich von Wetter sehe ich als eher schlecht an, ins besonders in den Bereichen Marktplatz und Fuhrstraße Richtung Bahnhofstraße. Die Situation wird durch den vorherrschenden Durchgangsverkehr verschärft und lädt aktuell überhaupt nicht zum Verweilen ein. Visionäre Verbesserungen in der Gestaltung und Verkehrslenkung könnten dazu beitragen, diesen Bereich wieder neu zu beleben und attraktiver zu gestalten. Gastronomie, Kaffees oder Einzelhandel anzusiedeln, um Menschen zum längeren Verweilen einzuladen. Hierbei kann auch der Tourismus mit den Sehenswürdigkeiten in der Kernstadt wie beispielsweise die Altstadt, Stiftskirche, Synagoge und den Marktplatz eine Schlüsselrolle sein. Es bedarf aber eine Kraftanstrengung aller Beteiligten wie Verwaltung, Gewerbeverein, Politik und natürlich mit den Anwohnern in diesem Bereich was Neues auf die Beine zu stellen.
Matthias Gnau: Der Kernstadtbereich von Wetter ist leider derzeit nicht sonderlich attraktiv und bietet wenige
Möglichkeiten zum Verweilen abseits der reinen Einkaufs- und Geschäftstätigkeiten. Wir haben zwar eine Eisdiele und einzelne Bäckereien und Restaurants mit Außengastronomie;
insgesamt wirkt aber das Erscheinungsbild von Bahnhofstraße, Fuhrstraße (leerstehende
Geschäfte) und Marktplatz wenig ansprechend bzw. leblos, insbesondere für Touristen. Hier will ich mit der Bürgerschaft und den Gewerbetreibenden an zukunftsfähigen Lösungen
arbeiten, um diese Situation zu verändern. „Wetter ist uns wichtig!“ war und ist für mich
immer noch ein guter Ansatz, um gemeinsam positives zu bewirken. Dies Form des
gemeinsamen Engagements möchte ich gerne wieder mit Leben füllen, bedarf aber letzthin
auch der aktiven Mitarbeit der Bürgerschaft.
Julia Läßig: Aktuell will ich sagen mit „gut“. Wir haben drei (wochentags vier Bäckereien),
drei Tankstellen, zahlreiche Ärzte – gut es fehlen ein Orthopäde oder ein
Kardiologe, und die „Hausärzte“ nehmen nicht mal mehr Privatplatzierung an.
Aber das und ein paar weitere Beispiele machen eben den Unterschied
zwischen „gut“ und „sehr gut“ aus.
Auch wenn viele jammern „früher waren mehr Kneipen“ – ein Marburger
Freund, der mich im „Unwetter“ besuchte, meinte, für so einen kleinen Ort
haben wir ganz schön viel Gastronomie. Und wenn man genau darüber
nachdenkt, hat er sogar Recht. Zählen Sie mal, wenn Sie von Marburg her
kommen und zum Marktplatz fahren, kommen Sie auf auf acht Gastronomien.
Auch wenn Montags nichts auf hat und auch wenn es früher viel mehr waren.
Eine junge Mutter versicherte mir, die Kinderbetreuung in Wetter sei gut – auch
wenn es noch Eltern gibt, die auf der Warteliste stehen – es geht woanders
auch schlechter. Wir haben eine Grundschule (übrigens nicht nur in der
Kernstadt), wir haben die Wollenbergschule.
Und neben Aldi und REWE haben wir immer noch die Möglichkeit regional und
umweltbewusst beim Bauern direkt („Nahversorgung im weiteren Sinne“)
einzukaufen. Wir haben zwei Metzger „außerhalb“ des REWE – und auch im
REWE kann man von Metzgern aus der Region einkaufen.
In Wetter sind sehr viele Vereine ansässig, wir haben ein sehr aktives
Vereinsleben. Die Vereine leisten einen großen Teil der Jugendarbeit. Wr haben
Feste, wie den Maimarkt, das Reitturnier, das Weinfest, den Winterzauber der
Feuerwehr. Und ja, nicht zu vergessen, wir haben hier eine gut ausgestattete
gut funktionierende Feuerwehr.
Wir haben inzwischen ein akzeptables Internet – und die Initiative Freifunk sorgt
dafür, daß Internet immer zugänglicher wird.
Uwe Zentner: Um in den eben genannten Geschäften einzukaufen ist es in Wetter durch die zentrale Lage
sowie die ausreichend kostenfreien Parkplätze sehr gut erreichbar. Man hat kurze Wege und
kann seinen Einkauf zügig durchführen. Durch die neuen E Ladesäulen der Firma Aral am Rewe Parkplatz ist auch der nächste Grundstein in Richtung E-Mobilität gelegt.
Mir fehlt es an Grünflächen und Auflockerungen der Straßenführung, um die Innenstadt
etwas zu entschleunigen und zunehmenden Verkehr durch die neue Ortsumgehung über die
Amönauer Straße zu entlasten. Hier muss bei der Umsetzung des erstellten Verkehrs und Radwege Konzepts drauf eingegangen werden.
Marion Eich: Ich sehe durchaus Potential zur Verbesserung innerhalb der Kernstadt Wetter in
den Bereichen der Infrastruktur (Gewerbe, Dienstleistungen und medizinischer
Versorgung), der Sauberkeit und Pflege im öffentlichen Raum, sowie der
präventiven Sicherheit und dem aktiven Schutz der Bevölkerung vor Ort.
1.
Wir verfügen über eine gut ausgebaute Infrastruktur hinsichtlich der
medizinischen Versorgung, wobei man auch hier am Ball bleiben sollte, denn so
einige Hausärzte sind bereits am Ende der Kapazitäten angekommen und
nehmen keine weiteren Patienten mehr an.
Innerhalb der Kernstadt haben wir diverse Einkaufsmöglichkeiten,
Gastronomien und sonstiges Gewerbe, sowie Handwerksbetriebe.
Auf Grundlage dieser Infrastruktur als Fundament müssen wir weiterdenken
und aufbauen.
Es sollten jegliche Anstrengungen unternommen werden, um zukünftig neues
Gewerbe an unserem Standort anzusiedeln, bestehendes Gewerbe
zukunftsorientiert weiterhin zu etablieren und den Leerständen
entgegenzuwirken.
Bei der Ansiedelung von neuen Gewerbebetrieben sollte es sich um solche
handeln, von denen unsere Bürgerinnen und Bürger wiederum unmittelbar
profitieren.
Quasi in dem Sinne profitieren, dass sich Arbeitsplätze auftun und im Sinne der
hier erzeugten Produkte oder Dienstleistungen des Gewerbes eine unmittelbareNutzung bzw. Vorteil für die Bürgerinnen und Bürger ergeben und Marktlücken
geschlossen werden.
Der Handlungsbedarf ist so groß, dass es wichtig sein wird, bei in Frage
kommenden Firmen als zukünftige Bürgermeisterin persönlich die Klinken zu
putzen, um sie für unseren Standort gewinnen zu können.
2.
Zudem besteht Handlungsbedarf im Sinne der Sauberkeit und Pflege im
öffentlichen Raum.
Es ist Fakt, dass die Kosten und Rechnungen, die durch die Stadt Wetter an den
interkommunalen Bauhof entrichtet werden, nicht übereinstimmen mit dem,
was man in Wetter hinsichtlich der Pflege und Sauberkeit im öffentlichen Raum
wahrnimmt.
Und auch hier existieren sicherlich viele Möglichkeiten, um das Thema
anzupacken und Lösungen pragmatisch herbeizuführen.
Eine Möglichkeit wäre die Beauftragung von privaten ansässigen Firmen oder
Personen, die gewisse wiederkehrende Tätigkeiten auf Minijobbasis
kostengünstiger und effizienter übernehmen würden.
Weiter sollte der Einsatz von Rasenmährobotern an geeigneten städtischen
Flächen geprüft werden.
Zuletzt darf man bei den Beratungen in den Gremien nicht ausschließen, ob die
Anbindung an den interkommunalen Bauhof tatsächlich so weiter Sinn macht
und wir eventuell besser aufgestellt wären, wenn wir wieder auf einen eigenen
städtischen Bauhof zurückkommen.
Ganz gleich wie der Weg geebnet werden wird, es muss etwas passieren, dass
Wetter hier insgesamt ein besseres Bild abgibt.
Denn die Sauberkeit und Pflege stellt die Visitenkarte von Wetter dar, die wir
nach außen tragen.
3.
Ich möchte, dass sich die Bürgerinnen und Bürger in Wetter sicher fühlen. Im
Rahmen meines Wahlkampfes bin ich aktiv durch die Bürgerinnen und Bürger
der Kernstadt angesprochen worden, dass sich vor allem Jugendliche und ältere
Generationen nicht mehr sicher fühlen.
Auch die Anzahl der Pressemeldungen über z.B. Wohnungseinbrüche und
körperlichen Auseinandersetzungen in der Kernstadt Wetter sind tendenziell
mit steigenden Fallzahlen zu beobachten.
Deswegen möchte ich die Stadt Wetter bei dem Landes-Programm KOMPASS
(KOMmunalProgrAmmSicherheitsSiegel) bewerben.
In der heutigen Zeit ist die Gewaltbereitschaft in Hinblick auf strafbare
Handlungen ein allgemeiner gesellschaftlicher Wandel. Durch die Umsetzunggezielter Maßnahmen möchte ich ausschließen und abwenden, dass sich
Kriminalitätsschwerpunkte in Wetter bilden und die zu beobachtenden
Fallzahlen zurück gehen.
Ziel dieses Verfahrens wird sein, die Sicherheitsarchitektur in unserer Kommune
individuell weiterzuentwickeln und passgenaue Lösungen für Probleme vor Ort
auszuarbeiten. Dabei soll Bestehendes in Zusammenarbeit mit der Polizei,
Ordnungsamt, sowie den Gremien der Stadt Wetter und der Bürgerschaft vor
Ort und sonstigen Akteuren eingehend geprüft werden. Daraufhin erfolgt eine
Sicherheitsanalyse mit dem Ergebnis eines optimalen Sicherheitskonzeptes für
Wetter, welches mit passgenauen Maßnahmen umgesetzt wird. Dies ist
notwendig um Angsträume zu minimieren, damit sich die Bürgerinnen und
Bürger wieder sicher fühlen und diesen ein Höchstmaß an Schutz geboten wird.
Julia Läßig: Dringenden Handlungsbedarf sehe ich beim Rückbau der alten B252 – da bietet
sich eine Chance, Wetter an Marburg und Frankenberg anzubinden. Der
Rückbau, die Entsiegelung der B252 steht an – Die Radwegetrasse ist auch im
Radwegekonzept des Landkreises vorgesehen – aber leider noch nicht einmal
geplant. Zumindest wenn man Radverkehrsenwticklungsplan des Landkreises
Glauben schenken mag.
https://gis.marburg-biedenkopf.de/project/radverkehrsentwicklungsplan/
@480064.34,5638923.59,50000 . Und beide Maßnahmen sind meines Wissen
momentan überhaupt nicht aufeinander abgestimmt. Da gilt es Synergien zu
nutzen um öffentliche Gelder zu schonen und schneller voran zu kommen.
Lassen Sie uns das Radwegenetz in drei Dimensionen denken
Die eine ist die Anbindung der Ortsteile an die Kernstadt.
Die zweite die Anbindung von Wetter an Marburg oder Frankenberg oder ins
Lahntal bis weiter an die Behringwerke
Das dritte, die Erschließung für den Tourismus (Frage 5)
Die Anbindung der Ortsteile an die Kernstadt zum Einkaufen oder für Schüler,
Auszubildende, Studenten und Berufspendler, die auf die Bahn umsteigen
wollen (Alltagsradverkehr)
Wenn ich mit dem Zug in Wetter ankäme und nach Amönau möchte – ich würde
wahrscheinlich täglich meine Route ändern. Der neue Radweg von Wetter nach
Amönau ist fein – aber auch nicht zu Ende gedacht bzw. ausgeführt. Aus der
Innenstadt kommend muss man um auf den Radweg zu gelangen in der
Amönauer Straßen den Gegenverkehr kreuzen,
Will manch vom Bahnhof durch die Binge, und weiter entlang der K123, dann
gibt es entlang der K123 zwar ein kurzes Stück gemeinsamer Rad- und
Fußgängerweg. Der endet aber leider am VfB. Und ab hier darf der Autoverkehr
100 fahren. Um auf den Radweg einzufädeln muss man mit dem Rad durch den
Kreisverkehr und ein Stück zurück nach Wetter. Ich will den neuen Radweg
nicht schlechteren, ich freue mich, daß es ihn gibt – aber ist einfach nicht
gescheit angebunden.
Die alternative Route vom Bahnhof durch die Binge kommend über den
Reitverein an der Kranzmühle vorbei führ über eine Brücke über die neue B252,
die vorsichtig gesagt „anspruchsvoll“ ist. Kurz vor Amönau endet der
Asphaltweg und geht in einen Schotterweg über.
Ob ich mit dem Rad nach Mellnau fahren wollte? Vielleicht mit einem e-Bike
hätte, daß ich dann am Bahnhof aber auch sicher abschließen und vielleicht
sogar laden möchte. Da sehe ich dringenden Handlungsbedarf.
Niederwetter, Todenhausern? Sind im „Flachen“ gut zu erreichen. Aber auch
hier hätte ich in der dunklen Jahreszeit Sorgen, das mit dem Rad zu fahren.
Unterrosphe? Da würde ich in Niederwetter über den Friedhof abzweigen
wollen, aber auch das nur mit e-Bike – es gilt das gleiche wie für Mellnau –
sicher Verschluss und vielleicht eine Ladestation am Bahnhof.Oberrosphe? Liegt vom Startpunkt Wetter aus für einen Pendler außerhalb
meiner Vorstellungskraft, genauso wie Oberndorf, Warzenbach und Treisbach.
Aber man darf auch nicht immer von sich selbst ausgehen.
Womit ich einen kurzen Abstecher zu Frage 7 <Anm. d. R.: „Ausbau des ÖPNV“> machen möchte – hier gehören
zu den drängendsten Handlungsbedarfes die Bedarfshalte der Kurhessenbahn
in Todenhausen und Niederwetter. Von Niederwetter aus könnte man bequem
mit dem Rad nach Unterrosphe und von Todenhausen zwar nicht ganz so
bequem, aber einfacher weiter nach Treisbach.
Die Anbindung von Wetter an Marburg oder Frankenberg und ins Lahntal bis
weiter an die Behringwerke für den Alltagsradverkehr
Das liegt im täglichen Gebrauch zwar ebenfalls außerhalb meiner eigenen
Nutzungsgewohnheiten, aber ich kenne zahlreiche Menschen, die das tun. Auf
jeden Fall mindestens im Frühjahr, Sommer und Herbst. Hier gilt es, das
Radwegekonzept des Landkreises zügig umzusetzen.
Sven Schmidt: Ein durchgängiges sicheres Radverkehrsnetz in Wetter könnte sowohl für die Bürgerinnen und Bürger als auch für den Tourismus in der Region Burgwald – Ederbergland erhebliche Vorteile bieten. Die Lücken im aktuellen Netz, insbesondere in der Anbindung von Wetter Richtung Marburg, dem gesamten Ostbereich der Kommune wie Mellnau, Oberrosphe und Unterrosphe, Amönau – Wetter sowie von Warzenbach in Richtung Lahntal, erfordern dringenden Handlungsbedarf. Ein strategischer Ausbau dieser Verbindungen könnte nicht nur die lokale Mobilität verbessern und möglicherweise den ein oder anderen Berufspendler auf das Rad umsteigen lassen, sondern kann auch das Potenzial für nachhaltigen Tourismus steigern.
Matthias Gnau: Ein gutes und sicheres Radverkehrsnetz kann mehr Bürgerinnen und Bürger dazu
animieren, häufiger auf das Fahrrad als alternatives Verkehrsmittel umzusteigen,
insbesondere für die Wahrnehmung von Terminen und kleinere Besorgungen bzw.
Freizeitaktivitäten. Leider gibt es derzeit insbesondere bei der Anbindung der östlichen
Stadtteile – hier insbesondere Mellnau und Oberrosphe, aber auch Unterrosphe – keine
durchgängigen Anbindungen an die Kernstadt. Auch die Anbindung an den überregionalen
Radverkehr in Richtung Lahntal/Marburg, aber auch Münchhausen/Frankenberg weist
derzeit noch Lücken bzw. Ausbaupotentiale auf. Hier gilt es aus meiner Sicht u.a. die
Chancen durch die Rückstufung der alten B252 zu nutzen.
Uwe Zentner: Wetter befindet sich Radwegenetztechnisch in der Vergangenheit. Hier herrscht dringender
Handlungsbedarf sowohl seitens des Landkreises das erarbeitete Radwegekonzept zu
überarbeiten sowie endlich mit dem bau zu beginnen. Für die Kernstadt Wetters wurde ein
Radwege Konzept vom Landkreis beauftragt. Leider wurden hier die Ortsteile völlig Außen
vorgelassen, sodass leider kein Gesamtheitliches Konzept vorliegt. Hier ist großer
Handlungsbedarf.
Marion Eich: (Wurde zusammen mit Frage 4 beantwortet, welche lautete:
„Was kann die Stadtverwaltung ihres Erachtens sonst noch für die Förderung
des Radverkehrs
tun?“)
Der Ausbau des Radwegenetz durch den Landkreis Marburg-Biedenkopf muss
unbedingt vorangebracht werden, so dass sich bessere Verbindungen zwischen
den einzelnen Stadtteilen und den benachbarten Gemeinden erschließen.
Hierzu liegt übrigens bereits ein Radverkehrskonzept seitens des Landkreises
Marburg-Biedenkopf für Wetter vor, welches auf der Homepage des
Landkreises einsehbar ist.
Zudem hat der Landkreis ein Radverkehrskonzept für die Kernstadt Wetter
konzipiert, welches im JSK-Ausschuss vorgestellt wurde. Hieraus ergeben sich
gute Ansätze für die Umsetzung von Fahrradwegen, Fahrradabstellplätzen und
sonstiger umzusetzender infrastruktureller Bausteine für den Fahrradverkehr,
welches insgesamt mindestens zu 60 % durch Fördermittel durch den Landkreis
und dem Land Hessen unterstützt wird.
In der heutigen Zeit der Verkehrswende setzen immer mehr Menschen auf das
Fahrrad oder E-Bike, um tägliche Fahrtstrecken zum Einkaufen oder ähnlichem,
aber auch darüber hinaus z.B. den Weg zum Arbeitsplatz zu absolvieren.Die Jugendlichen würden ebenfalls davon profitieren, da es für sie einfacher
wäre, mit dem Fahrrad in die benachbarten Ortschaften zu kommen, um
Freunde zu besuchen oder ihren Hobbys in den dortigen Vereinen
nachzukommen.
Zudem bedeutet ein solider Ausbau des Radwegenetzes innerhalb von Wetter
mit guten Anbindungen in die Nachbargemeinden, eine Steigerung der
Attraktivität für den Tourismus, sowie eine verbesserte Verkehrssicherheit für
die Fahrradfahrer und den anderen Verkehrsteilnehmern, da sie voneinander
entzerrt werden.
Wichtig wäre die Erstellung einer Konzeption im Sinne eines Bedarfs- und
Entwicklungsplan seitens der Stadtverwaltung, damit man die Prioritäten der
einzelnen Streckenverbindungen zwischen den Stadtteilen in enger
Zusammenarbeit mit dem Landkreis Marburg-Biedenkopf sinnvoll erarbeitet
und weiterverfolgt.
Matthias Gnau: Aus meiner Sicht ist es wichtig, in Sachen Radverkehr im regelmäßigen Austausch mit den
Bürgerinnen und Bürgern sowie den beteiligten Akteuren zu stehen. Der Verwaltung kommtdabei eine Schlüsselrolle in der Kommunikation, Kooperation, Koordination und Umsetzung
von geeigneten Maßnahmen zu. Zur Förderung gehört für mich allerdings nicht nur der
Ausbau von Netz und passender Infrastruktur selbst, sondern auch die aktive Vermarktung
über unser Stadtmarketing. Auch sollte aktiv auf Aktionen bzw. Umfragen wie bspw. des
ADFC (Fahrrad Klima Test) hingewiesen werden, da solche Ergebnisse wertvolle
Erkenntnisse für die weitere Entwicklung bringen können. Denkbar wäre aus meiner Sicht
auch das Angebot eines Radverkehrsforums auf lokaler Ebene, um mit Interessierten in den
aktiven Austausch zu kommen. Ferner können die Mitarbeitenden der Verwaltung – mich
dann künftig eingeschlossen – eine gewisse Vorbildfunktion erfüllen, wenn diese selbst
vermehrt das Rad für den Weg zur Arbeit nutzen. Hierfür wurden inzwischen u.a. Anreize
durch ein betriebliches Fahrradleasingmodel geschaffen.
Sven Schmidt: Ich denke, die Stadtverwaltung kann hier noch einiges tun und dafür werde ich mich auch als Bürgermeister einsetzen. Zunächst benötigen wir hier aus meiner Sicht für die Gesamtkommune ein umfassenden SOLL – IST Abgleich und Zustandsbericht bereits vorhandener Radwege, um eine langfristige und nachhaltige Radverkehrsplans voranzutreiben. Dieser Plan sollte den Gesamtbedarf
der Kommune berücksichtigen, Schnittstellen mit Nachbarkommunen darstellen und die verschiedenen Nutzungen des Alltags- und Touristenradverkehrs abbilden. Eine enge Zusammenarbeit mit dem Landkreis ist entscheidend, um eine koordinierte Planung und Umsetzung beim Aus- oder Neubau des Radwegnetzes zu gewährleisten. Die unterschiedlichen Interessen von behördlicher Seite müssen dabei berücksichtigt werden, aber hier gilt aus meiner Sicht auch, dass die Verhältnismäßigkeit gewahrt bleibt und auf allen Ebenen sowohl Kommunaler, Landkreis und Land Hessen die Ernsthaftigkeit der Förderung des Radverkehrs zu erkennen bleibt. Durch diese Maßnahmen könnte die Stadtverwaltung die Infrastruktur gezielt verbessern und den Radverkehr als nachhaltige Mobilitätsform ausbauen und fördern.
Julia Läßig: Mehr Fahrradanstellplätze in der Innenstadt schaffen, z.B. bei der Post und am
Bahnhof, dort gern auch überdachte. Oder gar abschließbare Boxen.
In einer nicht öffentlichen Sitzung im Mai 2021 hat der Magistrat beschlossen
über das Sonderprogramm des Bundes „Stadt und Land“ Fördermittel für den
Ausbau von Fahrradwegen zu beantragen, Bis Mai 2021 sollten die Maßnahmen
angemeldet und bis Ende 2023 abgeschlossen werden. Umgesetzt wurde
lediglich die Anbindung Wetter -Amönau – und auch die nicht durchgehend. Es
sollten aktuelle Fördermöglichkeiten geprüft und gegebenenfalls beantragtwerden. Die Verhältnismäßigkeit der Anforderungen der von Behörden muss
hinterfragt werden.
In einer Bauausschusssitzung am 15.11.23 wurde vom Planungsbüro VAR+
Maßnahmenvorschläge für die Stadt Wetter vorgestellt – ich kann mich aber
nicht erinnern, daß irgendetwas beschlossen wurde. Oder daß „nächste
Schritte“ besprochen wurden. Aber auch hier fehlt mir die Anbindung von
„innen nach außen“. Das Konzept ist sehr innerstädtisch gedacht.
Und – etwas ganz anderes und das wissen das Stadtmarketing schon und auch
der Bürgermeister von Münchhausen sowie die Ortsvorsteher entlang der
„alten B252″ bereits – ich wünsche mir einen autofreien Sonntag auf der alten
B252. Mindestens von Göttingen bis Todenhausen, gern auch weiter. Zieltermin
Sommer 2025 und von da an jährlich. Dafür werde ich mich als Bürgermeisterin
gern einsetzen.
Uwe Zentner: Umsetzung eines neuen Konzeptes und eine sichere Anbindung über das Rosphetal nach
Marburg.
Leider wird die B 252 alt bedinget durch den Planfeststellungsbeschluss von 2012 entsiegelt
und kann nicht als Radweg weiter ausgebaut werden. Hier wäre sicherlich Potential gewesen
Kosten und Ressourcen zu schonen.
Die geplanten Investitionen für Fahrrad Garagen und Ladesäulen umsetzten und in den
Ortsteilen an Ausflugszielen ausbauen. Fahrradstraßen bzw. Fahrrad Bereiche an Straßen
schaffen, um diese für Radfahrer Nutzbarer zu machen.
Marion Eich: (Wurde zusammen mit Frage 3 beantwortet, welche die nach dem Nutzen eines durchgängigen sicheren
Radverkehrsnetz war.)
Matthias Gnau: Neben unserer schönen Landschaft haben wir in Wetter und seinen Stadtteilen diverse
Sehenswürdigkeiten wie bspw. die Altstadt mit dem historischen Stadtrundgang, die Burg
Mellnau, das Dorfmuseum Oberrosphe, das Rapunzelhäuschen und das Deutsche Eck mit
samt der schönen Kulisse des Bachlaufs in Amönau, um nur einige zu nennen. Um diese für
den Radtourismus attraktiver zu machen, gilt es einerseits die einzelnen Sehenswürdigkeiten
besser zu vernetzen (inkl. der überregionalen Anbindung), andererseits die passende
Infrastruktur anzubieten. (u.a. Rast-, Abstell- und Lademöglichkeiten, ggf. Fahrradverleih,
Einkehrmöglichkeiten, Unterkünfte) Zudem kann die aktive Bewerbung durch gezieltes
Marketing und die Organisation von Rad-Events die Attraktivität von Wetter als Ziel für
Radtouristen weiter steigern.
Sven Schmidt: Ich sehen hier ein beträchtliches touristisches Potenzial im Bereich Radfahren, Radfahrurlaub oder auch Mountainbike-Tourismus, das bisher nicht ausgeschöpft wird. Um dies zu fördern, müssen aber die Rahmenbedingungen passen. Investitionen in die Verbesserung des Radverkehrsnetzes, Entwicklung attraktiver Routen für die unterschiedlichen Anforderungen von Fahrradtouren über Entdeckungsfahrten im Wollenberg oder Burgwald bis hin zu Aktivsport für Downhill-Mountainbiker oder Trialfahrer. Hinzu kommen noch Übernachtungs- und Gastronomieangebote die es auszubauen gilt. Die Vermarktung dieser Aktivitäten und Angebote, beispielsweise durch digitale Plattformen und Infotafeln vor Ort und überregional, könnte das Bewusstsein für das touristische Radfahren in der Region stärken. Die Zusammenarbeit mit lokalen Geschäften und bereits vorhandenen Gastronomiebetrieben, um radfahrerfreundliche Angebote oder Kurzurlaube zu schaffen, könnte ebenfalls die Anziehungskraft für Touristen steigern.
Julia Läßig: In der touristischen Nutzbarmachung sehe ich enormes Potenzial vor allem für
die Ortsteile von Wetter. Ich selbst reite gern, und eines meiner bevorzugten
Ziele ist der Christenberg. Der partizipiert wie kaum ein anderes Ausflugsziel im
Landkreis vom eBike. Vor eineiigen Jahren gehörten wir mit unseren Pferden
dort oben zu den wenigen Gästen, die regelmäßig kamen. Wir hatten keine
Probleme unsere Pferde an eigens für Pferde vorgesehenen Anbindeplätzen zu
„parken“. Immerhin war der Christenberg für Wanderer oder auch Radfahrer ein
anspruchsvolles Ziel. Mit dem eBike hat sich das geändert. Inzwischen werden
die Anbindeplätze für die Pferde von Radfahrern mitbenutzt, die ihre Bikes dort
abstellen.
Mit einem klugen Radwanderweg, mit Gastronomie, Ladetsationen, schattigen
Rastplätzen mit schöner Aussicht und Übernachtungsmöglichlkeiten entlang
der Route sehe ich viel Potenzial zum Beispiel für Mellnau mit der Burg, für
Oberrosphe mit dem Dorfmuseum, Amönau mit dem Rapunzelturm., Treisbach
mit seiner „Schöne-Aussicht-Hütte“. Auch hier gilt es, nicht nur „innerhalb von
Wetter“ zu denken, sondern angebunden zum Beispiel an den Christenberg
oder nach Marburg
Uwe Zentner: Wir haben wunderbare Fahrradwege entlang unsere Wälder und Wiesen. Diese
müssen mehr beworbenen und ausgeschildert werden. Hier müssen Ausflugsziele
gekennzeichnet und beworben werden.
Vorhandene Wege, die der Hessen Forst Renaturieren möchten sollten überdacht werden,
da hier einige Wege und Straßen zur Naherholung wegfallen würden. Hier würde ich mir
mehr Transparenz seitens Hessen Forst und Hessen Mobil wünschen
Marion Eich: Wir leben in einer wunderbaren Region und sollten uns hier mit dem, was es als
Ausflugsziele und Attraktionen zu sehen und zu erleben gibt nicht hinter
anderen Kommunen verstecken.
Ganz im Gegenteil haben wir an Sehenswürdigkeiten und Attraktionen viel zu
bieten, wie z.B. den Rapunzelturm in Amönau, den wundervollen Bachverlauf
der Treisbach und Wettschaft durch verschiedenste Stadtteile, den
Wasserspielplatz und den Volleyballplatz am Festplatz in Unterrosphe, die
Franzosenwiesen, die Hügelsbirke, die Stirnhelle, die Burgruine in Mellnau mit
dem Tor zum Burgwald, das Dorfmuseum in Oberrosphe, die lange Bank am
Wollenberg mit ihrem wunderbaren Blick auf unsere Stadt, die Altstadt mit dem
Diebesturm und vielen anderen historischen Gebäuden und historischen
Geschichten und noch so vieles mehr, was es bei uns und in unmittelbarer Nähe
in den Nachbargemeinden zu erleben und zu entdecken gibt.
Es würde den Rahmen sprengen, wenn ich alles aufzählen würde; Doch genau
das ist doch der springende Punkt, auf den ich hier abziele.
Denn ich bin überzeugt, dass wir über viel Potential hinsichtlich des Themas
Tourismus verfügen, dass es gilt intensiver auszuschöpfen und welches wir für
uns nutzen sollten.
Wir sollten in den Gremien über die Ansiedelung eines Campingplatzes
sprechen, der privat gewerblich betrieben werden könnte. Zwischenzeitig hatsich im Übrigen bereits jemand bei mir gemeldet, der ernsthaftes Interesse
daran hegt, diesen Campingplatz zu betreiben.
Außerdem sollten die Inhaber der Ferienwohnungen in Wetter bei der
Vermarktung seitens des Stadtmarketings besser unterstützen.
Mit der Förderung des Tourismus würde der großartige Nebeneffekt erzielt,
dass wir dadurch Synergien in den Bereich Gastronomie und dem ansässigen
Gewerbe freisetzen, die davon ebenfalls profitieren würden.
Zu dem touristischen Ausbau gehört natürlich auch der Ausbau des
Radwegenetzes als elementarer Bestandteil, damit die Touristen die
aufgeführten touristischen Anlaufpunkte optimal erreichen können und eben
nicht gezwungen sind auf ein Kraftfahrzeug zurück greifen zu müssen, um
bestimmte Orte erreichen zu können.
Insgesamt sind dies nur einige kleine Ideen, um den Tourismus weiter
auszubauen und ich bin überzeugt, dass wir hier mit gut geführten Beratungen
in der Verwaltung und den Gremien, noch weitere Ideen entwickeln können,
die es dann gilt mutig anzugehen und umzusetzen.
Matthias Gnau: Gestatten Sie mir, dass ich auf diese Frage mit einigen Stichpunkten antworte:
➢ Förderung von Bewegung und Gesundheit.
➢ Reduzierung des motorisierten Verkehrs, insbesondere im Bereich der Kernstadt
➢ Reduzierung von Schadstoff- und Geräuschemissionen und damit Umwelt- und
Gesundheitsbelastungen.
➢ Keine lange Parkplatzsuche und damit evtl. sogar Zeitersparnis
➢ Kosteneinsparung bei Kraftstoff und Unterhaltung (weniger Verschleiß) von KFZ
Sven Schmidt: Die Erledigung kurzer Wege bis 5 km mit dem Fahrrad anstelle des PKW bietet mehrere Vorteile. Es fördert die körperliche Fitness durch regelmäßige Bewegung und trägt gleichzeitig zum Umweltschutz bei, indem es den CO2-Ausstoß reduziert. Zudem sehe ich aus persönlicher Erfahrung einen Vorteil im Dorfleben. Man bekommt, wenn man mit dem Fahrrad im Ort unterwegs ist, deutlich mehr Kontakte und kurze Gespräche sowie Begegnungen mit den Einwohnern. Mit dem PKW ist das nicht so.
Julia Läßig: Sie meinen, abgesehen davon, daß es Sprit spart und fit hält? Und sie in der
Stadt tatsächlich schneller unterwegs sein können als mit dem Auto?
Ich bin oft mit dem Rad von der Frankenberger Straße schneller bei der
Sparkasse oder beim REWE als ich es mit dem Auto wäre. Einfach weil ich
andere Wege nehmen kann, entlang der Bahnlinie, zwischen Poillern durch (z.B.
hinterm Ärztehause über die Brücke über die Wettschaft. Weil ich am
Kreisverkehr nicht einfädeln muss, und am Ende des Weges auch keinen
Parkplatz suchen muss.
Uwe Zentner: Viele junge Familien haben mittlerweile Lastenräder und können für den Einkauf und das
Bringen der Kinder in die Kita völlig auf ein zweites Auto verrichten. Durch bessere
Anbindungen für dies Fahrräder würde es meiner Meinung nach auch mehr Nutzer geben.
Wenn das Radwegenetz nach Marburg direkter wäre und man still gelegte Straßen hierfür
nutzen würde (Verbindung Wetter-Goßfelden) könnten viele Pendler mit dem Rad zur Arbeit
fahren.
Marion Eich:
(Nicht Beantwortet)
Julia Läßig: Wie bereits angerissen, die Bedarfshalte der Kurhessenbahn in Niederwetter
und und Todenhausen. Warum?Cornona hat zwar die Arbeitswelt von vielen
Menschen radikal verändert, „Homeoffice“ begünstigt und den Trend zur
Urbanisierung und zur Landflucht nicht nur gestoppt sondern sogar umgekehrt.
Weil mehr Menschen öfter von zu Hause arbeiten können und ihr zu Hause gern
in den ländlichen Raum verlegen, statt in die Stadt. Aber spätestens wenn die
eignen Kinder nicht mehr in die Kita oder die Grundschule gehen sondern
vielleicht auf ein Gymnasium, spätestens dann ist ein guter Anschluss an den
ÖPNV wichtig.
Wenn dessen Taktung nicht verbessert wird, werden die Menschen weiterhin
zwangsweise ihr eigenes Auto nutzen.
Sehr aufschlussreich ist hier die Studie „Neu im Dorf“
https://www.bundesstiftung-baukultur.de/magazin/detail/studie-neu-im-dorf
Ich gehe noch einen Schritt weiter. Als Bürgemeisterin von Wetter ist es mir ein
dringendes Anliegen, die Anbindung des ÖPNV an die Behringwerke zu
verbessern. Wenn ich will, daß in Wetter Menschen leben, die gut bezahlte Jobs
haben, dann muss ich die Behringwerke mitdenken. Gerade auch für Azubis
und junge Erwachsene, die oft noch gar kein eigenes Auto haben. Ich weiß es
aus eignem Erleben – ich bin mit öffentlichen Verkehrsmitteln schneller inFrankfurt Höchst als am Görtzhauser Weg II (GSK und CSL). Das kann einfach
nicht richtig sein. Hier finde ich offen gestanden MoVe35 auch recht egoistisch –
die Gewerbesteuereinnahmen nimmt die Stadt Marburg gern – wie die
Menschen dort hin kommen, die die Gewerbesteuer erwirtschaften – das ist
aber nicht zu Ende gedacht.
Und wenn ich selbst etwas egoistisch denke – ich hätte gern eine Busanbindung
mindestens mit einem „AST“ vom Marktplatz aus an alle Ortseile auch in den
Abendstunden.
Ein eigener Bürgerbus der Stadt Wetter ist in meinen Augen nicht der richtige
Weg. Zum einen nimmt man den ÖPNV aus der Pflicht. Zum anderen bindet er
voraussichtlich nur die Stadtteile an die Kernstadt an – nicht nach Marburg,
Frankenberg, Korbach oder eben die Behringwerke. Denn wer will sich darum
kümmern, welche Haltestellen dieser Überlandbus dort anfahren darf? Das
Personal für den Bürgerbus verlässlich zu beschaffen, Urlaubsplanung, Ersatz
bei Krankheit, den Bus zu warten, Ersatz bereit zu halten, wenn er doch mal
ausfällt, Fahrplan – das alles sollte nicht die Aufgabe einer Kommune wie Wetter
sein. Wer soll das bitte leisten? Man kann auch nicht alles auf dem „Ehrenamt“
abladen und die Koordinatoren und die Fahrer rein ehrenamtlich suchen.
Zudem fallen mir auch nicht besonders viele Ehrenamtliche ein, die einen
Personenbeförderungsschein haben.
Hier gilt es vielmehr den RMV in die Pflicht zu nehmen. Ich kann nicht sagen,
wie intensiv sich die Vertreter der Stadt Wetter am Nahverkehrsplan des
Landkreises beteiligt haben – der die nächsten fünf Jahr Bestand haben soll.
Zwei meiner Mitbewerber um das Bürgermeisteramt sitzen ja bereits im
Stadtparlament und hatten durchaus die Möglichkeit sich einzubringen. Bin
gespannt, was die zu diesem Thema schreiben. Auf jeden Fall bin ich sehr auf
die Ergebnisse gespannt.
Uwe Zentner: Haltestellen der Ederbergland Bahn in Niederwetter und Todenhausen. Hier fahren
dutzende Autos sinnlos nach Wetter uns Simtshausen um in den Zug einzusteigen. Je eine
Bedarfshaltestelle wäre hier sinnvoll und in einem überschaubaren Kostenrahmen.
Alternativ Angebot über Bürgerbus/Stadtbus, um die Lücken das ÖVVPN zu schließen. Viele
ältere Menschen in den Ortsteilen sind auf Mitfahrgelegenheiten angewiesen. Wenn es ein
Car Sharing Bus gäbe, dien einige Fahren könnten und man den Bedarf anmelden könnte
würde hier eine große Entlastung entstehen. Auch für die Jugendlichen die auf den Dörfern
„festsitzen“ wäre dies eine gute Alternative.
Leider sind viele Verbindungen, die nur wenig genutzt wurden, gestrichen wurden (BSP-
Wetter-FKB 5:45h). Viele Menschen müssen zu unterschiedlichsten Zeiten auf die Arbeit.
Hier wären kleiner Busse, die ähnlich wie Taxen gebucht werden können eine gute
Alternative. Anstatt einem festen Bauplan bucht man sich tags vorher für eine Fahrt ein und
die Route wird dann mit den jeweiligen Haltestellen eingeplant…
Es ist viel Potential du und viel zu tun, packen wir es an…
Sven Schmidt: Im Hinblick auf den Ausbau des ÖPNV besteht dringender Handlungsbedarf hinsichtlich mehr Transparenz und Information im Fahrplan und den Angeboten des ÖPNV beispielsweise bei den Rufbusses oder Bedarfsbussen. Eine Verbesserung könnte durch eine intensivere Abfrage der tatsächlichen Bedarfe durch die Ortsbeiräte bei den Bürgerinnen und Bürgern erreicht werden, die
dann durch die Verwaltung an den Landkreis als Aufgabenträger übermittelt werden, um hier Verbesserungen und Optimierungen im Nahverkehrsplan dauerhaft zu generieren. Eine Zusätzliche und weitere schnelle Alternative sind aus meiner Sicht Mitfahrbänke. Diese können sowohl analog (wenn dort jemand sitzt, nimmt man ihn mit) als auch digital über WhatsApp-Gruppen der Ortschaften genutzt werden. Dies würde die Flexibilität erhöhen und die Mobilität gerade auch für älter Bürgerinnen und Bürger oder Bürgerinnen und Bürger ohne Führerschein in der Kommune aus meiner Sicht kurzfristig verbessern. Zudem sind sie gerade im Bereich der sozialen Teilhabe für diejenigen, die sich dauerhaft kein ÖPNV-Ticket leisten können, eine gute Alternative.
Marion Eich: Ich vertrete die Auffassung, dass die Anbindung von öffentlichen
Verkehrsmitteln verbessert werden muss. Eine Anpassung der
Mobilitätsbedarfe der vor Ort lebenden Menschen sollte im Rahmen der
Nahverkehrsplanung im Hinblick der Anschlussanbindungen des ÖPNV in
Richtung Marburg, Biedenkopf und Frankenberg angestrebt werden.
Einige Dörfer sind in der Anbindung nach Biedenkopf oder in Richtung
Frankenberg gänzlich abgehangen, da keine Buslinien existieren, die morgens
an die entsprechenden Anschlussanbindungen in der Kernstadt Wetter
anknüpfen.
Somit sind z.B. Berufstätige, die über keine eigene Mobilität verfügen, jedoch in
diesen Regionen ein Jobangebot hätten, stark eingeschränkt.
Ebenso wird es Schülern durch diesen Umstand verwehrt einen Schulstandort
in Richtung Biedenkopf oder Frankenberg zu wählen, wenn es ihren Eltern nicht
möglich ist, sie von diesen Dörfern zur Kernstadt Wetter zu fahren.
Hier sollte Abhilfe geschaffen werden, indem man eine sogenannte
Bedarfsanalyse durchführt, damit die öffentlichen Verkehrsmittel auch die
notwendige Abdeckung hinsichtlich der Bedürfnisse der Bürgerinnen und
Bürger dieser Stadtteile abbilden.Hierzu habe ich bereits Gespräche mit dem ersten Kreisabgeordneten Marian
Zachow und mit Herrn Udo Diehl der Fa. Udo Diehl Reisen GmbH & Co. KG
geführt, wobei die anstehende Bedarfsanalyse thematisiert und die Einbringung
einer neuen Konzeption in die Nahverkehrsplanung angestrebt werden soll.
Weiter ist in dieser Thematik auch die Jugend- und Seniorenarbeit im Sinne der
Nahversorgung anzusprechen, denn dazu gehört auch, dass den Menschen eine
Teilnahme an kulturellen Veranstaltungen ermöglicht werden sollte. Durch die
beiden zuständigen Angestellten der Stadtverwaltung wird bislang ein sehr
gutes Angebot für diese Bürgerinnen und Bürger gemacht.
Zu bemängeln ist, dass es nicht allen Jugendlichen und Senioren aufgrund von
fehlender Mobilität möglich ist, an den Veranstaltungen teilzunehmen.
Damit jedoch zukünftig gewährleistet werden kann, dass die Möglichkeit einer
Teilnahme geboten wird, sollte die Anschaffung von einem Bürgerbus als
zusätzliche Komponente geprüft werden.
Finanziell wäre dies umsetzbar, weil ich persönlich auf ein eigenes
Dienstfahrzeug als Bürgermeisterin ausdrücklich verzichte. Dies dürfen Sie
bereits jetzt als verbindliches Wahlversprechen annehmen.
Ich benötige kein Dienstfahrzeug, dass mir die Menschen der Stadt Wetter
durch Steuergelder finanzieren, denn ich bin durchaus dazu in der Lage mein
privates Fahrzeug selber finanzieren.
Dadurch würden Gelder im Haushalt frei werden, die man für das
Allgemeinwohl der Bürgerinnen und Bürger zum Beispiel für die Anschaffung
und Unterhaltung von einem Bürgerbus verwenden könnte. Darüber hinaus
besteht die Möglichkeit Fördermittel zur Anschaffung des Bürgerbusses seitens
des Landes Hessen und zur jährlichen Unterhaltung Fördermittel seitens des
Landkreises abzurufen.
Falls notwendig, könnte man die Hin- und Rückfahrten zu den
Veranstaltungsorten im Rahmen eines Ehrenamtes bzw. auf Minijobbasis
vergeben.
Zudem bin ich mir sicher, dass dieser Bürgerbus auch weitere Verwendung in
anderen Bereichen finden würde und somit eine sinnvolle Anschaffung
darstellt.
Diese Ansätze und zielführenden Gespräche würde ich gerne als zukünftige
Bürgermeisterin fortführen, um eine bessere Abdeckung im ÖPNV und durch
den Einsatz eines Bürgerbusses für Wetter zu erreichen.
Matthias Gnau: Spontan fallen mir da die Realisierung der seit geraumer Zeit in der Diskussion stehenden
Bedarfshaltestellen der Bahn in Niederwetter und Todenhausen sowie geeignete
Abstellmöglichkeiten für Fahrräder am Bahnhof in Wetter ein. Auch die ÖPNV-Anbindung der
Stadtteile an die Kernstadt ist hinsichtlich des Bedarf, Nutzung und Taktung regelmäßig zu
bewerten und anzupassen. Ergänzend zum bestehenden Angebot kann auch die Etablierung
eines Bürgerbusses unter Nutzung vorhandener Fördermöglichkeiten dazu dienen,
vorhandene Lücken zu schließen. Auch hier ist mir ein regelmäßiger Austausch mit den
Bürgerinnen und Bürgern und den Anbietern sehr wichtig.
Sven Schmidt: Ja, ich bin in meinem Heimatort Amönau privat fast ausschließlich mit dem Rad unterwegs. Fahre im Zeitraum von Ostern bis Oktober gerne und viel mit meinen Kindern Fahrrad und bin ganzjährig als sportliche Aktivität mit dem Mountainbike mehrmals im Monat im Wollenberg, Burgwald oder Richtung Sackpfeife / Biedenkopf unterwegs.
Julia Läßig: (Wurde Zusammen mit der nächsten Frage beantwortet, welche lautete: „Nutzen Sie selbst den öffentlichen Personennahverkehr?“) Ich hab nicht nur ein Fahrrad, ich habe zwei. Mein Mann hat auch
eines.
Und natürlich nutze ich den ÖPNV. Vor Corona war ich beruflich bedingt sehr
viel unterwegs. Ich hatte meinen Hauptwohnsitz zwar in Wetter, meinen
Arbeitsplatz aber zeitweise für gut fünf Jahre in Bremen und Bremerhaven und
ich habe von dort aus „Weser-Ostwestfalen“ betreut.
……
So daß ich fortan den ÖPNV nutzen musste.
Bei aller gerechtfertigter Kritik an der Deutschen Bahn – ich hab sie sehr
schätzen gelernt. Ich hatte lange eine Bahncard100. Später verschob sich mein
beruflicher Fokus nach Berlin und nach Frankfurt – auch hier ist eine
BahnCard100 sehr praktisch, da sie nicht nur den Weg dorthin abdeckte,
sondern den gesamten S- und U-Bahnverkehr, die Straßenbahn und den Bus.
Ob ich ein Fahrrad habe? Wie oben angerissen, ich habe sogar zwei. In meiner
Zeit in Frankfurt hatte ich mir ein zweites speziell für Frankfurt zugelegt. Ich
habe beide noch – ein „normales ohne E“ für die Nutzung im „Flachen“ – und ein
e-Bike, falls mal ein paar Höhenmeter zu überwinden sind, und das wir auch
gern mit in den Urlaub nehmen um an der Nordseeküste zu fahren, oder in Tirol
die Berge hoch und runter.
Auch wenn ich nach Corona kaum noch reisen muss (vielleicht einmal im
Monat) ziehe ich es vor, bis Marburg mit dem Auto (übrigens mit einem eUp,
der aus der Solaranlage auf dem eigenen Dach getankt wird) und von dort mit
dem Zug zu fahren. Heute noch habe ich eine Bahncard25.
„Warum fahren Sie überhaupt mit dem Auto nach Marburg?“ könnten Sie zurück
fragen? Weil es oft abends vorkam, daß mein Zug aus Frankfurt Verspätung
hatte und mein Anschluss nach Wetter schon weg war. Dann eine Stunde in
Marburg warten, so kurz vor dem eigentlichen Ziel… das macht keinen Spaß.
Stichwort Taktung…
Matthias Gnau: Zugegebenermaßen nutze ich das Fahrrad derzeit nur temporär in der Freizeit, bevorzuge
hier aber auch eher längere Spaziergänge oder kurze Wanderungen in der näheren
Umgebung. Da ich primär im Homeoffice arbeite, bin ich dienstlich nicht so häufig auf den
PKW angewiesen. Bei dienstlichen Terminen (hessenweit) allerdings schon.
Uwe Zentner: Ich nutze das Fahrrad mit meiner Familie nur am Wochenende für Ausflüge und
Rad Touren in unserer schönen Region.
Marion Eich: Ich verfüge tatsächlich über zwei Fahrräder, da wir als Familie in unserer Freizeit
regelmäßig gemeinsame Ausflüge mit dem Fahrrad innerhalb unserer Region in
Wetter und in die Nachbargemeinden unternehmen.
Zudem verfügen wir auch über einen Fahrradträger für meinen PKW, wobei wir
auch mal mit den Fahrrädern für Tagesausflüge in touristische attraktive
Regionen innerhalb von Hessen verlegen. Die Fahrräder haben wir in der
Vergangenheit auch im Urlaub mit an die Nord- und Ostsee genommen, um
dort die Fahrradrouten mit unseren Bikes zu erkunden.
Sven Schmidt: Zurzeit eher nicht. Für meinen derzeitigen Job und die Kinderbetreuung ungeeignet.
Matthias Gnau: In der Freizeit hin und wieder. Im dienstlichen Kontext (siehe Frage vorher) sind die
Anbindungsmöglichkeiten des ÖPNV für mich in der Regel unattraktiv und teilweise
lückenhaft bzw. nehmen leider zu viel Zeit in Anspruch. Sicherlich – da bin ich offen und
ehrlich – ist es auch ein Stück Bequemlichkeit.
Marion Eich: Seitdem ich über einen Führerschein und einen PKW verfüge, nutze ich den
öffentlichen Nahverkehr eher selten. Als Jugendliche bin ich jedoch regelmäßig
damit unterwegs gewesen.
Meine 13-jährige Tochter nutzt den ÖPNV aktuell regelmäßig über den
Schulweg hinaus, um Freundinnen innerhalb von Wetter und den
Nachbargemeinden zu besuchen oder mit diesen gemeinsam zum Shoppen
nach Marburg oder Wetter zu fahren.
Deswegen bin ich derzeit ebenfalls insofern im Bilde, was sich explizit diese
Generation an besseren Verbindungen im ÖPNV wünscht und auch nutzen
würde.
Julia Läßig: (Wurde zusammen mit der vorherigen Frage nach der Fahrradnutzung beantwortet)
Uwe Zentner: Leider kann ich bedingt durch den frühen Beginn meiner Arbeit den ÖVPN dafür nicht nutzen.
In meiner Freizeit, um mit der Familie mal nach Marburg oder auch nach Frankfurt zu fahren nutzen
meine Familie und ich das Angebot sehr regelmäßig.
Meine Frau kann den ÖBPN leider auch nicht zur Arbeit nutzen, da es überhaupt keine Verbindung zu
Ihrer Arbeitsstelle gibt.
Meine Kinder nutzen den täglichen Bus zur Schule nach Marburg. Diese fährt sehr zuverlässig und
regelmäßig. Hier gibt es wenig Probleme mit ausfallen.

