Westlicher Radzubringer nach Marburg und den Behringstandorten

Ein Radweg parallel der L3092 von Caldern nach Marburg wird den Lahnradweg R2 mit der Kreisstadt verbinden.

Was lange währt wird endlich gut. Seit längerem besteht in den westlichen Gemeinden und Ortsteilen so wie am Behringstandort großes Interesse an der Verbesserung der Situation für fahrradfahrende Berufspendler.

Der Austausch darüber in den verschiedenen Bürgerbeteiligungsformaten von Stadt, Kreis und Unternehmen war intensiv. Wir berichteten im vergangenen Jahr (Link).

Wie eine Mitarbeiterin von Hessen Mobil heute bestätigte, wurde im August 2020 mit der Planung für eine Radwegverbindung von Caldern nach Marburg mit Anschluss von Görzhausen I und II und dem Hauptwerk begonnen. Der Radweg soll den Radverkehr von der L 3092 entflechten, woraus sich die Baulastträgerschaft und Kostenübernahme durch das Land Hessen ergibt. Die Planung wird in Absprache mit der Stadt Marburg, der Gemeinde Lahntal und dem Landkreis Marburg-Biedenkopf erfolgen. Dazu haben bereits Gespräche mit diesen stattgefunden.

Derzeit befindet sich das Projekt in den ersten beiden Leistungsphasen der Planung: Grundlagenermittlung und Variantenuntersuchung. Mit ersten Ergebnissen der Variantenuntersuchung ist voraussichtlich Anfang nächsten Jahres zu rechnen, der Abschluss dieser Leistungsphasen wird jedoch aufgrund von erforderlichen faunistischen Bestandserhebungen erst in ca. 1,5 Jahren zu erwarten sein.
Sobald belastbare Zwischenergebnisse vorhanden sind, will Hessen Mobil sich über eine Bürgerinformations- veranstaltung mit der Öffentlichkeit darüber auszutauschen. Auf eine Fertigstellung werden wir wohl noch ein paar Jahre warten müssen.

Bis dahin müssen wir solche gefährlichen Situationen im morgentlichen Berufsverkehr weiter hinnehmen.

3 Gedanken zu „Westlicher Radzubringer nach Marburg und den Behringstandorten

  • 25. September 2020 um 9:01
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    Von der Senke nach dem Kreisel Dagobertshausen – Michelbach existiert bereits ein geteerter Feldweg bis Görzhäuser Hof, der als Radweg genutzt werden könnte.
    Wirklich kritisch ist das Teilstück zwischen Caldern und Kreisel. Im Waldstück nahe Stetefeld ereignen sich jedes Jahr Unfälle, wo man als Radfahrer nicht beteiligt sein möchte.

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    • 25. September 2020 um 11:02
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      Ja, das ist bekannt und wird sicher auch berücksichtigt. Nur die untere Hälfte dieses Teilstücks (beginnend von der Unterführung) ist asphaltiert, der Rest geschottert aber befahrbar. Sicher geht es da dann aber um die Eigentumsverhältnisse. Schwieriger wird es sicher im Wald unterhalb des Kreisels. Da gibt es sehr massive steinerne Engstellen, die es neben den Naturschutz- und Eigentumsverhältnissen zu überwinden gilt. Schön ist aber doch, dass die Finanzierung gegeben und der Startschuss gefallen ist.
      Jetzt benötigen wir Geduld – das ist eigentllich gar nicht meins 🙂

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  • 28. September 2020 um 13:51
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    Das sind doch gute Nachrichten! Vor allem wenn man bedenkt, dass dieser Radweg vor einem Jahr noch kein Thema war!
    Einen langen Atem brauchen wir sicher bei allen größeren Infrastrukturprojekten, erstens wegen der Planungsphasen und zweitens wegen dem Mangel an Fachkräften.
    Diese Fachkräfte werden ja auch viel dringender beim Autobahnbau benötigt… )-:
    Umso mehr sollte man sich „ganz nebenbei“ mit nicht-investiven Maßnahmen beschäftigen, die geeignet sind den Radverkehr auf bestehender Infrastruktur sicherer zu machen.
    Da fehlt es aber den meisten Kommunen und Städten noch an der erforderlichen Kreativität und am Durchsetzungwillen.
    Wir arbeiten dran! (-;

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